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Man sagt, dass dieses Haus, das heute Wittgensteins
Namen trägt, ein einzigartiges Beispiel der (frühen) Moderne in Wien ist. Auf
jeden Fall, ist es rätselhaft und besitzt eine eigenartige Aura, die es schon
damals zu einem anziehenden Treffpunkt von fortschrittlichen Denkern und
Künstlern etablierte. Trotz dessen geriet das Haus unverständlich für viele
Jahre in Vergessenheit.
Heute ist man bemüht das Haus
erneut zu einem geistigen und kulturellen Mittelpunkt einzurichten – nach dem
käuflichen Erwerb des Gebäudes vom bulgarischen Staat im Dezember 1975, der
Eröffnung nach gründlicher Renovierung 1977 als Kulturinstitut der Bulgarischen
Botschaft und nach der Wende 1989, nicht nur zur Vermittlung bulgarischer Kunst
und Kultur, sondern auch als Bühne des Schaffens im Allgemeinen und überhaupt.
Wie viele Ausstellungen,
Konzerte, Theateraufführungen, Filmvorführungen, Lesungen, Podiumsdiskussionen,
Rundtischgespräche, Seminare und dergleichen im Bulgarischen Kulturinstitut
seit seiner Absonderung im „Haus Wittgenstein“ bis heute stattfanden, kann wohl
keiner genau sagen. Für einen Zeitraum von rund 30 Jahren könnte man sich eine
enorme Menge vorstellen, obwohl letzteres auf keinen Fall das Wichtigste im
Rahmen der Grundidee der Einrichtung sein sollte.
Fast alle
herausragende zeitgenössische bulgarische Künstler, Schriftsteller,
Schauspieler, Sänger, Musikanten haben sich in den Räumlichkeiten des Hauses
dem Publikum präsentiert. Nach seiner erneuten Renovierung im Herbst 2002 entfaltet
sich das Haus immer mehr auch als Kongress- und Konferenzzentrum. Jeden
Öffnungstag gibt es etwas zu sehen und zu hören, meistens beides gleichzeitig.
Für Leser werden Bücher in kyrillischer Schrift angeboten.
In den letzten
Jahren vertieft sich das Streben des Bulgarischen Kulturinstituts seine
Tätigkeit zu erweitern und die Einrahmung in den eigenen Wänden des Hauses zu sprengen.
Durch die
Initiativen des Bulgarischen Kulturinstitutes hat sich das „Haus Wittgenstein“
im Laufe der Jahre als anziehender Ort für Veranstaltungen aus Kunst, Kultur
und Wissenschaft entwickelt. Sein Bekanntheitsgrad als wichtiges Baudenkmal aus
der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist enorm gestiegen. Monatlich erhöhen
sich die Zahlen der Architekturstudenten und Touristen aus aller Welt, die das Haus
besuchen und besuchen möchten.
Das
Haus Wittgenstein stellt gern seine Räumlichkeiten zur Verfügung für
Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen, Seminare, Symposien etc.
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